Kroe – Absolute Malerei

Der Maler Walter Krömmelbein, der sich Kroe nannte, wurde 1912 geboren. Er war 1986 Gründungsmitglied des Kulturvereins Borgholzhausen. Kroe gehörte zu den wichtigen deutschen Malern des Informel, einer Kunstrichtung der ersten Nachkriegsjahrzehnte. Der Frankfurter Raum war das deutsche Zentrum dieser abstrakten Malerei, Kroe war Teil der dortigen Szene und international bekannt. Sein Kontakt nach Frankfurt blieb auch bestehen, als er später aus familiären Gründen Borgholzhausen zu seiner Heimat machte.

Tag des offenen Denkmals

Jedes Jahr findet am zweiten Sonntag im September bundesweit der Tag des offenen Denkmals statt. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Wahr-Zeichen. Zeitzeugen der Geschichte.“ (8. September von 14 – 17 Uhr im Kroehaus)

Ein Wahrzeichen von Borgholzhausen ist das kleine Künstlerhaus sicherlich nicht. Mit der Burg Ravensberg und den Wasserschlössern Brincke und Holtfeld hat die Stadt markantere Vertreter. Aber als ein Zeitzeuge der Geschichte ist „der Tempel“ ,wie das Künstlerhaus im Volksmund genannt wird, ein Teil unserer Erinnerungskultur. Noch können wir Geschichten aus der Vergangenheit unverfälscht in die Gegenwart retten und für die Zukunft erhalten.

In diesem Jahr verbinden wir den Tag mit dem 30. Todestag der Musikerin Gertrud (Trudi) Kroemmelbein. Sie war nicht nur die Ehefrau des Kunstmalers Kroe sondern ausgebildete Musiklehrerin, die in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg das kulturelle Leben in Borgholzhausen mit Musik, Tanz und Laienspiel neu belebt und maßgeblich geprägt hat. Vielen Kindern im Ort war sie eine bekannte und beliebte Musiklehrerin, die sie heute noch in guter Erinnerung haben.

Nicht nur das Haus, sondern auch die Deele, die als Wohn- und Musikzimmer diente, und der Flügel, auf dem die Kinder und Jugendlichen das Klavierspielen erlernten, stehen noch authentisch als Zeitzeugen zur Verfügung.